Behindertenreiten

Reiten für Behinderte

Behindertenreiten ist der Oberbegriff für die therapeutischen Maßnahmen, die körperlich oder geistig behinderten Menschen – angepasst an ihre Behinderung und gegebenenfalls mit individuellen Hilfsmitteln- das Reiten ermöglichen soll.

Besonders bei gehbehinderten Menschen ist das Pferd ein idealer Partner. Er verleiht Ihnen nicht nur eine einzigartige Mobilität, sondern lindert durch seine Bewegungen auch oft noch Beschwerden, die mit der Behinderung in Zusammenhang stehen. Die durch das Reiten auftretenden Brems-, Beschleunigungs- und Zentrifugalkräfte wirken auf den gesamten Körper des Menschen und stärken ihn.

Außerdem kann das Pferd helfen, Menschen die wegen ihrer Behinderung(en) in eine gesellschaftliche Isolation geraten sind, daraus wieder zu befreien.

Reiten ist übrigens die wohl einzige Sportart bei der Behinderte und Nichtbehinderte unter gleichen Bedingungen gegeneinander konkurrieren. Hierfür hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung zusammen mit den Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten festgelegt, welche spezielle behindertengerechte Ausrüstung verwendet werden darf und welche Hilfsmittel erlaubt sind (z.B. akustische Signale, die es Sehbehinderten ermöglichen, sich in der Reitbahn zu orientieren, das Reiten mit zwei Dressurgerten im Falle von Querschnittslähmungen und anderes mehr).

Bei Menschen mit geistigen Behinderungen machen besonders die nonverbale Kommunikation, vorbehaltlose Zuneigung und Duldsamkeit die Eignung des Pferdes aus. Dazu kommen noch Wärme und Vertrautheit und die Möglichkeit einfach mal so richtig kuscheln zu können.

Durch ihre offene, unkomplizierte Art bringen Pferde ihr Gegenüber oft zum Lachen, was dem Klienten schnell ein Gefühl von Vertrauen, Sicherheit und physischem Wohlbefinden gibt.