Über Reittherapie

Was ist Reittherapie?

Therapeutisches Reiten

Der Oberbegriff Therapeutisches Reiten wird vom Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V. in Warendorf in drei Bereiche untergliedert, die sich jedoch nicht streng trennen lassen sondern sich teilweise überschneiden:

Bei Interesse erfahren sie durch anklicken mehr zu den einzelnen Stichworten.

Experientielle Reittherapie

Im Vordergrund meiner Arbeit stehen die beiden letztgenannten Bereiche. Dabei geht es nicht in erster Linie um das Erlernen von Reittechniken, sondern mehr um den fördernden und heilenden Kontakt mit dem Medium Pferd. Der Begriff experientiell leitet sich aus dem englischen Wort "experience" (erleben, erfahren) her und steht für eine erlebnisorientierte Therapie für die sich das Pferd als Partner in ganz besonderer Weise eignet.

Der Kontakt zu den Tieren und der Umgang mit ihnen fördert soziales Verhalten, Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit.

Außerdem geht es beim Reiten immer wieder darum die Balance zu finden, um die Bewegungsabläufe nicht zu stören. In der experientiellen (d.h. erlebnis-orientierten) Reittherapie ist das Finden des inneren Gleichgewichts ein wesentlicher Bestandteil des Therapiekonzeptes und setzt an verschiedenen Punkten an, zum Beispiel durch Hinspüren, genaues Wahrnehmen von inneren Prozessen (Focusing) und das Verbalisieren von Emotionen.

Wie man immer wieder beobachten kann, lernen Kinder eine fremde Sprache sehr schnell, wenn sich dies durch Verständigung im Spiel mit anderen „quasi nebenbei" ergibt und dies ohne ermüdendes auswendig lernen von Vokabeln oder Grammatikregeln. Sie denken nicht ans Lernen, lernen aber trotzdem.

In ähnlicher Weise nutzt die experimentelle Reittherapie die Interaktion mit dem Pferd, um Entwicklungsprozesse zu erleichtern oder in sehr schwierigen Fällen überhaupt erst in Gang zu setzen.

Dabei können zu jeder Zeit Art und Umfang der Therapie an die Erfordernisse und Fortschritte des Klienten angepasst werden.